Letzte Aktualisierung der Home-Page: 02. September 2010


 

Danke allen Helfern, Pflegestellen, Spendensammler und Flugpaten für die großartig geleistete Hilfe. Ohne Eure Unterstützung wäre unsere Hilfe nicht möglich gewesen.
 

Bitte beachten Sie auch unser Partnerprogramm. Jede Bestellung kommt den Tieren zu!


 

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Lange Schatten unter Spaniens Sonne...


Bilder und die Anfangsgeschichte
 


Die Liste der Grausamkeiten, die in Spanien an Tieren begangen werden, ist lang und schrecklich.
Leider wird der Galgo in Spanien allgemein als wertlos angesehen und findet selten einen neuen
Besitzer. Überzählige oder alte Tiere werden mit Schlingen an Bäumen aufgehängt, erschossen,
lebend begraben, oder vergast in so genannten Perreras (Tötungsstationen). Ebenso ist es üblich,
Galgos zu pfählen, d.h., es werden ihnen Pflöcke ins Maul gerammt, so daß sie elendig
verhungern und verdursten. Oder sie werden gesteinigt oder hinter Autos zu Tode geschleift
-die Art des Quälens ist sehr vielschichtig.

 


In meinem Heimatort Casas Ibáñez (in der Provinz Albacete) sind insbesondere Hunde und
Katzen Opfer unvorstellbarer Brutalität. Sie werden nicht einfach nur ausgesetzt, sondern festge­-
bunden, aufgehängt, erschlagen oder überfahren - als Zeitvertreib.
Spanien hat im Jahr 2009 eine neue "Lösung" der Straßenhundeproblematik entworfen: In der
Hauptstadt der Region La Mancha, Albacete wurde eine gigantische Auffangstation errichtet,
mit einer Kapazität für 3000 Hunde.
Alle Gemeinden unter 5000 Einwohner haben die Möglichkeit (natürlich gegen Zahlung einer
beträchtlichen Summe !!) "ihre Streuner" per Hundefänger einfangen zu lassen und dorthin über-
führen zu lassen. Fast alle Gemeinden haben sich auf dieses Angebot eingelassen und damit
ihre Probleme "sauber" gelöst! Wir nicht!
Sobald in der Auffangstation Albacete die mögliche Kapazität erreicht ist, wird mit dem Töten
der Hunde begonnen.
Mittlerweile -2008- ist es uns gelungen, das wir ein Nachbargrundstück ebenfalls für die Hunde
nutzen zu dürfen, so haben die Tiere mehr Platz und Möglichkeit zum Toben und Spielen. Zu-
sätzlich zu der kleinen Anlage der ehemaligen Tötungstation haben wir nun zwei große Außen-
gehege und zwei schmale Gänge die wir ebenfalls nutzen können. Hier sind dann die großen
und rudeltauglichen Hunde untergebracht.

 


Der Bürgermeister hat zugesichert, daß die erbärmliche Anlage mit sieben kleinen Zwingern
erweitert werden kann. Wir wollen die Vermittlung von Hunden dann selbst in die Hand nehmen.
In Zusammenarbeit mit den Schulen versuchen wir bei den Kindern eine Verhaltensänderung
herbeizuführen. Sie sollen bei der Pflege, beim Füttern und Ausführen helfen. Zunächst gilt es
aber, die akute Not der Tiere zu lindern und den Erweiterungsbau in Angriff zu nehmen.
Im Sommer 2004 gelang es mir, mit einigen einheimischen Freunden, einen Tierschutzverein zu
gründen ( "Das Refugium/El Refugio" de Casas Ibáñez). Der Umweltschutzbeauftragte der Ge-
meinde und die ortsansässige Tierärztin waren bereit mitzuarbeiten. Es gelang uns auch, den
Bürgermeister mit ins Boot zu holen. So wurden eingefangene Hunde nicht mehr getötet, son-
dern von uns nach Albacete, der Provinzhauptstadt, gebracht, von wo aus sie vermittelt werden.
Sobald in der Auffangstation Albacete die mögliche Kapazität erreicht ist wird mit dem Töten der
Hunde begonnen Da ich mehrmals im Jahr in Casas Ibáñez bin, will ich versuchen wenigstens
dort diesem Treiben ein Ende setzen!

 


Unser Jugendprojekt
 


Eine mit der wichtigsten Aufgaben vor Ort: Kindern und Jugendlichen den Tierschutzgedanken
näher zu bringen, denn sie sind die nächste Generation! Einige Schulklassen haben bereits das
Tierheim besucht.

 


Nun wollen die Kinder gemeinsam mit ihren Lehrern einen Brief an die Bürgermeisterin schicken
mit der Bitte um ein neues und grösseres Tierheim!

 


Auch Flohmärkte werden veranstaltet, zu Gunsten des Refugios...
 


...und das alles von spanischen Schulkindern.

Auch ein "Tag der offenen Tür" soll dazu beitragen, die spanische Bevölkerung rund um das Thema
Tierschutz aufzuklären. Es kamen einige Schulklassen zu Besuch. Die Kinder waren begeistert
und spielten mit den Hunden. Auch gab es eine Filmvorführung; es wurde an einem Abend ein
Kino gemietet und der Film "Die neuen Abenteuer von RinTinTin" gezeigt. Auch diese Vorstellung
war gut besucht und wir konnten einen Beitrag zum Erhalt des Tierheims und zur Versorgung der
Tiere beisteuern.

 


Juli 2009

"El Refugio" im spanischen Fernsehen

Endlich ein kleiner Schritt in die richtige Richtung!

Es besuchte ein spanisches Fernsehteam das Tierheim in Casas Ibáñez um eine Reportage
über die Tiere, das Tierheim, die Hilfe aus Deutschland und die Situation vorort zu machen. Ein
Radiosender aus der Region La Mancha sendete ebenfalls schon mehrere Male Beiträge um
den ansässigen Tierschützern zu helfen!



Die Öffentlichkeit wird aufmerksam - die Geschichte des Tierheims, das vor knapp zwei Jahren
noch eine Tötungsstation war. Mit Bildern von inzwischen glücklich in Familien lebender Hunde.
Im Gemeindehaus von Casas Ibanez, war an den Wänden zu lesen für Jedermann, viermal im
spanischen Fernsehen und Interviews im spanischen Radio - das zähe Ringen wird sich lohnen.
Und es gibt Beispiele dafür, daß etwas getan werden kann: In jedem Sommer gibt es in
Casas Ibanez Aktionen zugunsten des Refugios. In diesem Jahr zum Beispiel gab es an mehreren
Abenden gut besuchte Bingo-Veranstaltungen im Casino; der komplette Erlös der Abende ging
in die Tierheimkasse, und Spaß hatten alle Beteiligten noch dazu.

 


 



Das Refugio bekommt Besuch von interessierten Menschen - Tierschützern- aus dem Ausland,
auch das beeindruckt die Menschen hier. Zu sehen, das es hier nicht bloß um einige wenige
"verrückte" Spanier geht, denn diese Meinung verteten hier in Casas Ibanez noch viele Ein-
heimische in punkto Tierschutz. Das Resultat: Einige Jugendliche kommen jetzt regelmässig
um zu helfen! Wenn Kinder aus dem Dorf ein herrenloses oder verletztes Tier finden,
bringen sie es zu uns!

 



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